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Der Berg ruft: Heli-Lunch-Hopping

Nun ist es ja nicht so, dass wir (ich meine wir alle, auch die Alten) nie etwas von Klimawandel und nachhaltigem Umgang mit der Ressource Erde gehört hätten. Die Jugend macht es uns dieser Tage vor und verkündet ihre Besorgnis lautstark und nachdrücklich. Auch politische Parteien, neu auch eher rechts der Mitte, haben das Thema aufgegriffen – gerade noch rechtzeitig vor den im Herbst anstehenden schweizerischen Parlamentswahlen.


In diesem Kontext erscheint ein Angebot des 7132-Hotels aus Vals schon fast skurril. Hier wird der geneigten Kundschaft angeboten, ebendiese per Helikopter von Vals ins Tessin und am darauffolgenden Tag von Vals ins Appenzellerland zum Lunch zu transportieren. Übernachtet wird jeweils im 7132-Hotel – der Rückflug also inkludiert. Für schlappe CHF 1'180 pro Person soll dieser Spass möglich sein.


Dass ein derartiges Angebot im oben beschriebenen Kontext geradezu absurd klingen muss, ist selbstverständlich. Das grüne Erdbeben anlässlich der Zürcher Kantonalwahlen hat es gezeigt: Gesellschafts- und umweltpolitisch ein klares No-Go.


Aus Sicht der strategischen Kommunikation ist ein solches Angebot extrem gefährlich. Das 7132-Hotel ignoriert die gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen. Anstatt den eigenen Brand konsequent zu stärken und das Image mittels einer zeitgemässen Positionierung weiter zu pflegen begibt man sich auf sehr dünnes Eis. Wozu? Und kommt das gut?

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